Geschichte der Gemeinde Bächingen

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Die Geschichte

Bächingen wurde wohl im 6. oder im 7. Jahrhundert n. Chr. von den Alemannen gegründet. Alemannische Reihengräber wurden östlich des Ortes, beim heutigen ,,Bächinger Keller” gefunden. Diese müssen aber nicht unbedingt mit der  Gründung Bächingens zusammenhängen.

Der Ort trug den Namen ,,Bechenheim”, der endgültig erst im 19. Jahrhundert durch die immer öfters vorkommende Nennung ,,Bechingen”, welche auf ungenaue Aussprache zurückgeht, in Vergessenheit geriet. Die Beifügung ,,an der Brenz” taucht bereits mit der Erstnennung des Ortes auf ,,Bechenheim” bedeutet soviel wie ,, zu dem Heim eines Bacho”. Damit ist wohl der Name des alemannischen Gründers gemeint. Im 8. oder 9. Jahrhundert kamen die Franken an den Besitz von Bächingen. Die erste Bächinger Kirche mit dem Patrozinium (Name des Schutzheiligen einer Kirche) St.Martin wurde gebaut.

Die Erstnennung Bächingens erfolgte in einer Urkunde von 1269/71; das Brenzgau (,,pagus Brenzegewe”) war schon um 900 erwähnt worden.
Vor 1276 wurde eine Wasserburg an der Stelle erbaut, wo heute das Bächinger Schloss steht, deren erste Inhaber dürften die Herren von Bechenheim gewesen sein, die erstmals 1206 erwähnt wurden und im benachbarten Gundelfingen von 1276 bis 1340 bezeugt sind und im Dienste der Herren von Gundelfingen-Hellenstein standen.

Im Laufe der Zeit konnten die Wittelsbacher ihre Rechte in Bächingen wohl etwas erweitern, da sie die Grafschaft Dillingen mit Hochgerichtsrechten belehnten.
Bächingen lag als Landschranne (Gerichtsort) in einer Ecke im Osten dieser Grafschaft. Als 1419 dieselbe aufgelöst wurde, bildeten die Wittelsbacher das Landgericht Höchstädt, dem Bächingen somit unterstellt war.

Ab 1415 hatten die Ritter von Riedheim in Bächingen die Herrschaftsrechte inne. Es ist jedoch ungewiss, ob die Riedheimer die volle Herrschaft auch schon während der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts hatten, da 1428 der Amtmann Cristan für den Grafen Johann von Helfenstein in Bächingen einen Hof verwaltete. Um 1430 wurde die heutige St. Nikolai Kirche nach etwa 50-jähriger Bauzeit vollendet.

1505 wurde das Landgericht Höchstädt dem Fürstentum Pfalz-Neuburg zugeteilt.

1517 geriet die Herrschaft Bächingen durch die Heirat der Witwe des letzten Bächinger Riedheimers, Margaretha, geb. von Knörringen, an die Reichsritter von Westernach. Endgültig jedoch erhielten diese das volle Herrschaftsrecht erst zehn Jahre später.
 
 
1549 kaufte die inzwischen Witwe gewordene Margaretha v. Westernach das Hofgut Schwarzenwang; 1553 wurde das wohl im 17.Jahrhundert beim heutigen ,,Bächinger Keller” abgegangene Dorf Höntschen erworben.

Ab 1556 regierte Reichsritter Eitelhans v. Westernach. Was schon Georg v. Riedheim versucht hatte, gelang nun Eitelhans v. Westernach; er brachte es schließlich dazu, dass Bächingen zur unmittelbaren Reichsritterschaft erhoben wurde. Bächingen gehörte damals dem katholischen Reichshof Brenz an.

1569 traten jedoch zwischen Eitelhans v. Westernach und dem Pfarrer zu Brenz Unstimmigkeiten auf sodass die Ritter kurzerhand einen Geistlichen nach Bächingen berief und sich somit von der Mutterkirche loslösen konnte. 1576 führte Eitelhans doch die Reformation ein, und Bächingen wurde zur Evangelisch-Lutherischen Adelspfarrei erhoben.
 
Gemeindeverwaltung Bächingen a. d. Brenz - Hauptstraße 15 - 89431 Bächingen